Osteopathie
Karlsruhe

Osteopathie Praxis im Klinikum Karlsruhe

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Osteopathie Risiken & Gefahren
einer Osteopathie Behandlung

Aufklärung für Ihre Sicherheit.

Wann ist Osteopathie riskant
und gefährlich? Hier erfahren Sie,
warum wissenschaftliche Evidenz
für Ihre Sicherheit zählt.

In Europa, dem Commonwealth, Afrika, Asien und Südamerika wird der Fachbereich Osteopathic Manipulative Medicine (OMM) / Osteopathic Manipulative Treatment (OMT) unterrichtet, ergänzt durch die aus Frankreich stammende Version der medizinisch obsoleten Thure-Brandt-Massage, umbenannt in Viscerale Osteopathie und Kraniosacraler Osteopathie oder Cranio-Sacral-Therapie.

Osteopathie wird in in Deutschland und der Schweiz als Komplementärmedizin praktiziert und ist ein manuelles Verfahren, das sich von der ärztlichen Osteopathie der osteopathic physician D.O. der USA unterscheidet. Die Methode beruht auf den Theorien von A.T. Still (1892) und konzentriert sich auf die Behandlung des Bewegungsapparats der inneren Organe und des Gehirns, wobei eine Wirkung im Sinne evidenzbasierter Medizin weder für viscerale Manipulation noch Kraniosacrale Osteopathie, für den Bewegungsapparat schwach belegt ist.

Laut Urteil des LG Karlsruhe Az. 14 O 49/14 KfH III vom 14. November 2014 gibt es keine wissenschaftlich abgesicherten Indikationen für eine manuelle osteopathische Behandlung zur Erkennung, Beseitigung oder Linderung von Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder krankhaften Beschwerden. Deshalb ist derartige Werbung laut Heilmittelwerbegesetz unzulässig. Dies gilt auch für Kraniosacrale Osteopathie oder Kinderosteopathie, Klassische Osteopathie, Sportosteopathie usw.

Gute Osteopathie nach dem Vorbild der osteopathic physician der USA folgt hierzulande den Cochrane reviews und AWMF Leitlinien ärztlicher Fachgesellschaften, nutzt den Einsatz von Medikamenten und kann legal nur ausgeübt werden durch Ärzte und Heilpraktiker. Laut Urteil OLG Düsseldorf Az. I-20 U 236/13 vom 8. September 2015 ist den Physioptherapeuten die Ausübung der Osteopathie gesetzlich verboten und Heilkundigen (Ärzten oder Heilpraktikern) vorbehalten.

Wissenschaftlich orientierte Osteopathie nach internationalem Standard

Warum ist mir diese Unterscheidung wichtig? In den USA ist die professionelle osteopathische Medizin eine evidenzorientierte Heilkunde, die den wissenschaftlichen Standards der modernen Medizin folgt. Ich praktiziere seit 27 Jahren Osteopathie auf Basis dieser evidenzbasierten Prinzipien – orientiert an den Standards, wie sie auch von US-amerikanischen osteopathic physicians D.O. angewandt werden. In meiner Praxis praktiziere ich keine alternativmedizinischen Methoden, sondern eine Behandlung, die sich an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen spiegelt. Hierzu zählen beispielsweise die Cochrane reviews sowie die aktuellen AWMF Leitlinien. Mein Ziel ist eine transparente, methodisch fundierte Anwendung der manuellen Behandlung im Rahmen der modernen Medizin.

Eine rein manuelle OMM / OMT Osteopathic Manipulative Medicine/Osteopahic Manipulative Therapy (Osteopathisch manuelle Medizin/Osteopathisch manuelle Therapie) ist kein evidenzbasiertes, wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, es existieren dafür keine AWMF Leitlinien oder empfehlende Cochrane reviews. Deshalb ist eine derartige Werbung mit Indikationen für eine Behandlung von ICD-10 Krankheiten mit Osteopathie ein unlauterer Wettbewerb und ist zum Schutz der Patienten ebenso laut Heilmittelwerbegesetz unzulässig.

Risiken und Gefahren der Osteopathie in der Heilkunde

Ich folge dem Standard der Befragung und der vollständigen körperlichen Untersuchung der Medizin mittels Augenschein, Tasten, Beklopfen, Abhorchen und Funktionsprüfung. Das hat sich in allen Heilkunden der Welt seit Jahrtausenden bewährt. Zusätzlich erfolgen Labordiagnostik und bildgebende Verfahren nur nach den Standards evidenzbasierter Medizin.

Ich suche gemeinsam mit Ihnen vernünftig nach realen Ursachen und nach Möglichkeiten der Veränderung. Diese wissenschaftliche Methodik nennt man "Clinical Reasoning".

Ich bin neugierig auf Zusammenhänge und Möglichkeiten des Verstehens und der Verständigung darüber, was man gemeinsam wissen, wollen und tun kann, um Lösungen zu finden. Dies spricht den ganzen Menschen an, mit all seinen Problemen und Krankheiten und ebenso mit all seinen Ressourcen!

Manuelle Behandlung eröffnet mir persönlich ein weiteres Fenster des Verstehens, zusätzlich zur Diagnostik mit Verfahren der evidenzbasierten Medizin und Wissenschaft.

Europäische Osteopathie ist Alternativmedizin

Die Osteopathie hat sich seit ihrem Ursprung in den USA grundlegend gewandelt. Während sie historisch als Teil der „Drugless Healing“-Bewegung begann, ist der US-amerikanische Berufsabschluss osteopathic physician D.O. heute dem ärztlichen Standard (M.D.) international gleichgestellt. Seit dem 8. November 2023 ist diese Gleichwertigkeit des Abschlusses mit dem professional degree D.O. (USA) auch durch die internationale Organisation IAMRA anerkannt. Damit dürfen diese Ärzte der evidenzbasierten Medizin in den 47 IMRA Mitgliedsländern, also auch in Deutschland als Ärzte tätig zu sein. Für meine Praxis bedeutet das: Ich orientiere mich konsequent an diesem hohen klinischen und evidenzbasierten Standard der US-amerikanischen osteopathischen Medizin. Mein Ziel ist es, diese wissenschaftlich fundierte Herangehensweise - im Gegensatz zu rein alternativmedizinischen Strömungen - in den Mittelpunkt der Behandlung zu stellen. Dabei arbeite ich auf Basis der aktuellen Erkenntnisse der modernen Medizin (z. B. Cochrane-Analysen).

Gefahren einer Behandlung: Evidenz statt Tradition

In der Osteopathie wird oft mit Tradition geworben. In meiner seit 27 Jahren bestehenden Praxis als Heilpraktiker setze ich hingegen auf Fakten. Seit den Anfängen der Osteopathie im Jahr 1892 konnten für viele Teilbereiche -insbesondere die viszerale und kraniosakrale Osteopathie - bis heute keine belastbaren wissenschaftlichen Belege in Form von Metaanalysen oder Systematic Reviews erbracht werden. Diese Verfahren wende ich daher nicht an. Auch im parietalen Bereich (Bewegungsapparat) gibt es zwar Hinweise auf eine Wirksamkeit, jedoch fehlt oft die gesicherte klinische Evidenz im Sinne der modernen Wissenschaft. Mein Ansatz ist das Modell der steopathic physicians D.O. (USA) Ich distanziere mich von der klassischen "Alternativmedizin".

Meine Arbeit orientiert sich am medizinischen Konzept der osteopathic physicians (D.O.) aus den USA, die bereits ab 1929 den Weg zur wissenschaftlich fundierten Medizin einschlugen. Als Heilpraktiker nutze ich dieses fachübergreifende Konzept, um alles mit rationalen Methoden zu erforschen, was Einfluss auf ein Beschwerdebild haben kouml;nnte. Für Sie als Patient bedeutet das, dass ich die Methode des Clinical Reasoning bei unklaren Beschwerdebildern benutze: Wo Studien keine eindeutige Wirksamkeit belegen, arbeite ich mit rational begründeten Arbeitshypothesen. Diese werden im Behandlungsverlauf fortlaufend verifiziert oder falsifiziert. Ich lehne Pseudowissenschaft ab: Ich distanziere mich ausdrücklich von Hypothesen, die aus laienhaftem Halbwissen abgeleitet sind. Ein Wirksamkeitsnachweis lässt sich nicht durch magisch-spekulatve Deutungen ersetzen. Ich setze auf Sicherheit durch Aufklärung: Da für die angewandten manuellen Methoden keine evidenzbasierten Heilungsbelege vorliegen, ist eine ehrliche Risiko-Nutzen-Abwägung und die gesetzliche Aufklärung (gemäß §§ 630d, 630e BGB) das Fundament jeder Behandlung.

Hochrisikotechniken:

Manuelle Anwendungen wie Manipulation der Halswirbelsäule (HVLA-Techniken) oder tiefgreifende viszerale Techniken (Druck oder Zangengriffe auf die Bauchdecke nach innen) werden von Kritikern als Behandlungen ohne gesicherten Nutzen und mit potenziell schwerwiegenden Risiken eingestuft.

Schlaganfallgefahr:

Manipulationen im HWS-Bereich können zu Rissen in den hirnversorgenden Arterien (zervikale arterielle Dissektionen) führen, was ischämische Schlaganfälle auslösen kann.

Akute Gefahren:

Ruckartige Bewegungen an Lenden- oder Halswirbelsäule können neurologische Ausfälle oder Lähmungen verursachen. Direkte viszerale Techniken können das Risiko für innere Blutungen bergen.

Gefahr innerer Blutungen und Schäden:

Die manuelle "osteopathische" Behandlung der inneren Organe oder Blutgefäße im Bauchraum birgt die Gefahr innerer Verletzungen, welche zu Notfällen und Klinikeinweisung führen können. Während einer Schwangerschaft können die "direkten Visceralen-Techniken" und "direkte Gefäß-Techniken" eine Gefährdung von Mutter und Kind sein.

Aufklärungspflicht:

Aufgrund der durchaus möglichen Schwere der Nebenwirkungen von Risikotechniken ist eine schriftliche Einwilligung nach individueller Aufklärung des Patienten über alle Risiken zwingend erforderlich (§ 630e BGB). Ohne diesen schriftlichen Nachweis haftet der Therapeut für Folgeschäden.

Wichtiger Hinweis:

Jede manuelle Behandlung, die ohne eine medizinische Notwendigkeit erfolgt ist und zu Schäden am Patienten führt, kann rechtlich als Körperverletzung gewertet werden, sofern keine ordnungsgemäße Einwilligung vorliegt.

Aufklärung von Patienten
Auswahl falscher Behauptungen von Wirksamkeit und Kontraindikationen für Osteopathie

Für eine manuelle osteopathische Behandlung des Gehirns oder der Hirnflüssigkeit durch die Schädeldecke hindurch gibt es keinerlei Evidenz. Ebenso ist die osteopathisch manuelle Mobilisierung der Schädelnähte oder manuelle Korrektur von Fehlstellungen der Zähne ohne kieferorthopädische Hilfsmittel therapeutisch ohne wissenschaftliche Evidenz. Auch für die Behandlung einer Mittelohrentzündung bei Kindern durch osteopathisches Ziehen am Ohr oder durch das Drehen von Fingern des Osteopathen im Gehörgang eines Kindes gibt es keine wissenschaftliche Evidenz.

Deshalb weise ich darauf hin, daß eine osteopathische Behandlung zur Verbesserung der menschlichen Fruchtbarkeit, der Funktion des Gehirns oder innerer Organe, z.B. von Leber, Gallenblase, Nieren, der Bauchspeicheldrüse, des Magens, der großen Bauchgefäße, der Eierstöcke oder Prostata, "Verklebungen" oder gar von medizinisch definierten Krankheiten, Stoffwechselstörungen oder von genetischen Defekten keine seriösen Indikationen für osteopathische Behandlung darstellen.

Man kann keine Gallenblase mit den Händen entleeren und keinen ineinander geschobenen Darm bei Kindern auseinanderzerren, keine gekippte Leber zurückdrehen, keine Senkniere wieder hoch an ihren Platz schieben oder ein verschobenes Herz durch den Brustkorb hindurch richten, damit es besser schlage, dafür gibt es keine Evidenz.

Man kann mit manueller Behandlung weder verschobene Schädelknochen gerade schieben, noch Hirnhäute entspannen, nicht eine theoretisch angenommene "lebenslang permanente rhythmische embryologische Rotation der Hirnteile" harmonisieren, indem man sie an ihre embryologische Rotation zu erinnern versucht. es gibt auch keine Evidenz für die Annahme, dass man durch die Schädeldecke hindurch eine Störung in der Beweglichkeit des Gehirns oder der Pulsation der Hirnflüssigkeit feststellen könnte, oder Spannungen auf den Hirnmembranen, oder Strömungsveränderungen einzelner Blutgefäße im Gehirn ertasten könne. Auch kann man von außen keine defekten Funktionsareale im Gehirn durch die Schädeldecke ertasten, auch keine Hypophyse bei Seh- oder Verhaltensstörungen von Kindern oder bei neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose. Diese Vorgehensweise nennt man "Kraniosacrale Therapie" und dafür gibt es keine Evidenz.

Osteopathische Medizin in den USA ist moderne wissenschaftliche Medizin

Diese Entwicklung wurde im Ursprungsland der Osteopathy, den USA, bereits frühzeitig eingeleitet. Nach dem Ersten Weltkrieg wandelte sich dort das Berufsbild grundlegend vom ursprünglichen Osteopathen hin zum Arzt der wissenschaftlich orientierten Medizin. Die heutige Berufsbezeichnung lautet daher Osteopathic Physician (osteopathischer Arzt). Der akademische Grad ‚D.O.‘ wurde dabei – in formaler Analogie zum ‚M.D.‘ der klassischen Medizin – beibehalten. Im Rahmen des Medizinstudiums an osteopathischen Universitäten in den USA nimmt der Fachbereich OMM Osteopathic Manipulative Medicine / Osteopathic Manipulative Treatment OMT heute einen Umfang von circa 200 Unterrichtsstunden ein.

Die Vereinigung der Osteopathen in den USA gibt an, daß nur wenige der osteopathic physician D.O. nach dem Abschluß ihres Studiums als Arzt noch regelmäßig manuell behandeln. Nur noch ein sehr kleiner Teil praktiziert die Medizin mit Anwendung von OMM / OMT. Wegen der Gleichwertigkeit der Ausbildung sind osteopathic physician D.O. mit dem Abschluß "D.O." einer "Osteopathic University" in den USA gleichgestellt den Ärzten mit Abschluß "M.D." der medizinischen Fakultäten der Universitäten. Beides sind keine "Doktortitel", sondern ein sogenanntes (first) professional degree, entsprechend in etwa dem Staatsexamen in Medizin in Deutschland.

Aufklärung über Osteopathie als Alternativmedizin

Im europäischen Raum unterscheiden sich die komplementärtherapeutischen Osteopathen grundlegend von dem wissenschaftlich - ärztlichen Berufsbild der USA: Während osteopathic physicians D.O. in den USA eine Ausbildung zum Arzt der evidenzbasierten Medizin absolvieren, wird die Osteopathie in Europa weitgehend der Alternativmedizin zugeordnet. Kritiker weisen darauf hin, dass viele theoretische Grundlagen der Osteopathie – insbesondere bei der Behandlung innerer Organe, Gefäße oder des Gehirns – bisher nicht durch belastbare wissenschaftliche Studien im Sinne der evidenzbasierten Medizin belegt sind. In den USA werden europäische Osteopathen ohne ärztliche Approbation daher oft differenzierend als "osteopathic manipulators" bezeichnet

Viscerale Osteopathie als manuelles Verschieben der Organe

Notwendigkeit und Möglichkeit einer manuellen Behandlung innerer Organe, zur angeblichen Verbesserung ihrer Funktion ist ohne wissenschaftliche Evidenz. Dafür existieren keine AWMF Leitlinien.