Osteopathie
Karlsruhe

Osteopathie Praxis im Klinikum Karlsruhe

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Osteopathie in Karlsruhe

Evidenz & klinischer Forschungsstand

Hier erfahren Sie, warum es
keine Evidenz gibt für Osteopathie bei Rückenschmerzen, Verdauungsbeschwerden und Verspannungen.

Ich praktiziere seit 27 Jahren in der Osteopathie Praxis Klinikum Karlsruhe nach Vorbild der US osteopathic physician D.O. und arbeite einfach, handfest und gezielt an der Beseitigung ihrer Leiden im Rahmen evidenzbasierter Medizin.

Indikationen Osteopathie

In Europa etabliert sich die "Osteopathie" in der englischen Tradition als "Alternativmedizin". In den USA hingegen ist, seit den 1940er Jahren, ein osteopathic physician D.O. ein normaler Arzt der evidenzbasierten Medizin´ mit einer zusätzlichen Ausbildung von ca. 200 Std. in OMM Osteopathic Manipulative Medicine / OMT Osteopahic Manipulative Treatment. .

Meine Behandlung folgt dem Vorbild der US-amerikanischen osteopathic physicians (D.O.), die ab 1929 die Abkehr von ungesicherten Dogmen in der Osteopathie vollzogen haben. Heute sind diese Ärzte international (IAMRA) als vollwertige Ärzte aller Fachrichtungen der modernen Medizin anerkannt und keine „Osteopathen“ im alternativmedizinischen Sinne mehr. Ich praktiziere eine Medizin, die sich zwar historisch aus der Osteopathie herleitet, heute jedoch ausschließlich rationale und anerkannte Methoden der Medizin nutzt. Für klassische Osteopathie (insbesondere parietale, viszerale oder kraniosacrale Osteopathie) existiert bis heute keine hinreichende wissenschaftliche Evidenz für eine therapeutische Wirksamkeit. Lediglich für Teilbereiche der manuellen Medizin (OMM/OMT) gibt es erste Hinweise, die jedoch weit hinter den Standards der evidenzbasierten Medizin zurückbleiben.

Wirksamkeit der Osteopathie

Hinsichtlich der angeblich positiven Studien zur Osteopathie gilt zu beachten, dass gerade im Bereich der manuellen Medizin und in der Orthopädie der Bias besonders hoch zu sein scheint. Dieses ist jedoch kein speziell osteopathisches Problem. Es scheint ein allgemeiner Trend zu sein in einer Zeit, in der inzwischen fast 24 % aller sogenannten wissenschaftlichen Studien in der Medizin unter dem Anfangsverdacht stehen, von KI generiert zu sein. Aufgedeckt wird diese Produktion von sogenannten "Papiermühlen" durch Initiativen wie die Cochrane Foundation, das Netzwerk evidenzbasierte Medizin EbM und durch das unabhängige Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen IQWiG.

Man arbeitet auf verschiedenen Ebenen im Wettlauf gegen diesen Trend. Es ist ein Wettlauf, ähnlich dem zwischen Informatikern und Hackern und im Allgemeinen zwischen KI-Programmen und KI-Erkennungsprogrammen. Es gibt auch das ICMJE International Committee of Medical Journal Editors mit seinen Empfehlungen, welches mit dem "Projekt zur Entwicklung von Leitlinien und Empfehlungen für den verantwortungsvollen Einsatz von KI bei der Evidenzsynthese" zur Qualitätssicherung und verwantwortbaren Nutzung von KI im Bereich wissenschaftlicher Studien beiträgt.

Zur Recherche durch Patienten empfehle ich den IGeL Monitor und die Gesundheitsinformationen des IQWiG Diese schützten vor medizinischer Quacksalberei, die sie als Patienten selber bezahlen müssen und deren Anwendung teils hohe Risiken in sich birgt.

Osteopathie als Alternativmedizin?

Bereits der Flexner Report in den USA von 1910 hat Prahlerei und Übertreibung als Grundzug der Osteopathie schonungslos offenbart. Ursächlich für derlei aggressives Marketing waren der haltlose Zustand der medizinischen Versorgung im Wilden Westen, den damaligen Grenzstaaten zu den umkämpften Indiandergebieten, dem heutigen Mittleren Westen der USA. Seither ist klar, Krankheiten können damit sicher nicht geheilt werden. Der Flexner Report setzte der pseudoreligiösen freimaurerischen Eschatologie des Marketingkonzepts `Osteopathy´ deutliche Grenzen. Diese Osteopathie Bewegung, die von der US-Regierung bis in die 1940er Jahre als Medizinsekte bezeichnete wurde, reagierte auf den Flexner Report mit der Erhöhung ihrer Ausbildungsstunden in den vorklinischen Fächern um dem drohenden Verbot wegen Quacksalberei zu entgehen. Die Ausbildung in Pharmakologie (Medikamentenlehre) wurde in die osteopathische Ausbildung in den USA im Jahr 1929 eingeführt, was einen Wendepunkt in der Entwicklung der Osteopathie hin zur wissenschaftlichen, evidenzbasierten Medizin darstellt.

Fehlende Osteopathie Evidenz und schlechte Osteopathie Studienlage

Auch die systematische Zusammenfassung der Studienlage sieht keinen Grund für europäische manuelle Osteopathie als Alternativmedizin zur Behandlung von Krankheiten. Das beweist die neueste systematische Übersicht vom Dezember 2024. Wie bereits frühere Übersichtsarbeiten zeigen, macht das weder Sinn im Bereich von Kopf und Körper (2016) oder Verdauung (2018), noch im Bereich Nacken- oder Kreuzschmerzen (2024). Eine andere Übersichtsarbeit (2018) und eine Meta-Analyse (2021) kommen zu dem Schluß, dass eine manuelle osteopathische Behandlung bei allgemeinen Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule eventuell Linderung bringen könnte. Die Evidenz dafür ist sehr schwach, weitere Studien sind nötig. Das ist das bisher magere Ergebnis aller wissenschaftlich haltbaren, guten Studien seit Erfindung einer Marketingstrategie für manuelle Behandlung unter dem Namen "Osteopathy" im Jahr 1891/92 als Teil der "drugless healing" Bewegung, also der Heilung aller inneren Krankheiten ohne Medikamente. Dieser peinliche, geschichtliche Hintergrund wird gezielt verschwiegen (2024). Eine Studie (1999), die in einem hochwertigen medizinischen Journal veröffentlicht wurde, zeigte jedoch methodische Mängel (2000). Eine Übersichtsarbeit und Meta-Analyse (2025) zeigt: Die meisten osteopathischen Randomisierten Kontrollierten Studien RCT sind von schlechter Qualität und ihre Ergebnisse sind unzuverlässig.

Evidenz der Feldenkrais Methode

Ich behandle von Kopf bis Fuß, also systemisch integrativ mit verschiedenen Verfahren. Manche unterscheiden in funktionelle und strukturelle Integration. Diesen systemischen Ansatz in der Bewegung habe ich aus der Feldenkrais Methode. Die Evidenz der Feldenkrais Methode ist in manchen Bereichen gut belegt durch systematische Übersichtsarbeiten aus den Jahren (2005) und (2015).

Risiken bei Massage, Chiropraktik und Chirotherapie

Massage ist mit einem nicht unerheblichen Risiko verbunden, wie ein guter Systematic Review belegt (2013). Es gibt keine Evidenz für einen Nutzen durch chiropraktische oder chirotherapeutische Behandlung (Einrenken) der Halswirbelsäule (2001). Hingegen sind hierfür teils erhebliche Nebenwirkungen durch eine Systematische Übersichtsarbeit belegt (2007). Sollten Sie sich also der Gefahr aussetzen und es geschieht Ihnen etwas und Sie haben keine Zustimmungserklärung unterzeichnet, dann ist der Therapeut für die Körperschäden haftbar.

Welche Osteopathie soll es sein? Indikationen allein für OMM / OMT?

Osteopathie in Deutschland ist, im Unterschied zum osteopathic physician D.O. in den USA, nicht Medizin, sondern ein Marketingkonzept der Alternativmedizin für manuelle osteopathische Behandlung, angeblich auch sämtlicher innerer Organe. Professionelle Osteopathie hingegen nutzt den Einsatz von Medikamenten und kann legal nur ausgeübt werden durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Dies bestätigt auch das Urteil des OLG Düsseldorf Az. I-20 U 236/13 vom 8. September 2015. Laut diesem Urteil ist den Physioptherapeuten generell die Ausübung der Osteopathie gesetzlich verboten.

Osteopathie Indikationen für Osteopathic Manipulative Therapy?

Laut Urteil des LG Karlsruhe Az. 14 O 49/14 KfH III vom 14. November 2014 existieren keinerlei wissenschaftlich abgesicherten Indikationen für eine manuelle osteopathische Behandlung zur Erkennung, Beseitigung oder Linderung von Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder krankhaften Beschwerden. Deshalb ist derartige Werbung laut Heilmittelwerbegesetz unzulässig.

Indikationen für Kinderosteopathie?

Die Entscheidung des LG Karlsruhe Az. 14 O 49/14 KfH III vom 14. November 2014 gilt auch für Kinderosteopathie, Kraniosacrale Osteopathie oder Biodynamische Osteopathie, ebenso für Sportosteopathie und weitere Trends manueller Alternativmedizin.

Indikationen für kraniosacrale Osteopathie?

Auch im Bereich der kraniosacralen Osteopathie gilt das Urteil des LG Karlsruhe Az. 14 O 49/14 KfH III vom 14. November 2014. Angebliche Indikationslisten für Osteopathie (OMM Osteopathic Manipulative Medicine bzw. OMT Osteopathic Manipulative Therapy), welche sich auf die im ICD-10-GM Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme genannten Erkrankungen beziehen, sind ein Verstoß gegen das Gesetz über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens (Heilmittelwerbegesetz - HWG), da es keine wissenschaftliche Evidenz und keine AWMF Leitlinien gibt.

Meine Osteopathie Behandlung folgt den AWMF Leitlinien.

Meine osteopathische Behandlung orientiert sich am medizinischen Konzept der osteopathischen Ärzte (D.O.) in den USA. Mein Ansatz verfolgt das Ziel, mit rationalen Methoden alle Faktoren zu untersuchen, die ein Beschwerdebild beeinflussen können. Ich verstehe Osteopathie als fachübergreifendes, evidenzbasiertes Konzept auf der Basis der AWMF-Leitlinien und der Cochrane Reviews. In meiner seit 27 Jahren ausgeübten Praxis kommen ausschließlich anerkannte Methoden der Medizin zum Einsatz; die medikamentöse Therapie erfolgt nach aktuellen wissenschaftlichen Standards. Von in der Alternativmedizin verbreiteten Verfahren wie der viszeralen Manipulation oder der kraniosacralen Therapie distanziere ich mich ausdrücklich; diese Methoden habe ich erlernt, sie sind jedoch nicht mehr Bestandteil meines Behandlungskonzepts.

Meine Osteopathie Behandlung

Meine Methoden werden angewandt nach individueller Untersuchung gemäß dem wissenschaftlich medizinischen Standard und ich informiere vorab über Nichtanwendbarkeit, Nebenwirkung und Risiken meiner Verfahren. Sie werden bei Kontraindikation nicht angewandt. Bei Verdacht auf organische Erkrankung würde ich Sie umgehend an einen Facharzt verweisen für die notwendige medizinische Abklärung gemäß Cochrane reviews und AWMF Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften.