Osteopathie*
Karlsruhe

Osteopathie Praxis im Klinikum Karlsruhe

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Osteopathie und Clinical Reasoning in der Heilkunde

evidenzinformiert und patientenorientiert

Hintergründe und Information zum
evidenzinformierten Arbeiten in der Massage,
Physiotherapie, manuellen Medizin und Rationalen Osteopathie mittels Clinical Reasoning

Evidenzinformierte Praxis für Ihre Gesundheit

In der modernen manuellen Medizin und Funktionstherapie gibt es meist nur schwache externe Evidenz (Studienlage) und kaum Hinweise in Leitlinien der ärztlichen Fachgesellschaften. Deshalb basiert die Arbeit in diesen Bereichen auf dem Prinzip der evidenzinformierten Praxis und einem Vorgehen mittels Clinical Reasoning.

Im Gegensatz zur evidenbasierten und evidenzorientierten Praxis, die Sicherheit aus der Studienlage gewinnt und aus daraus abgeleiteten Handlungsanweisungen mittels Leitlinien, bedeutet evidenzinformiert, dass vorhandene Forschungsergebnisse als Information einbezogen werden aber nicht die alleinige Bedingung für das Handeln sein können.

Wenn die externe Evidenz fehlt, ist das evidenzinformierte Clinical Reasoning kein "Raten nach Bauchgefühl", sondern ein klar strukturiertes, qualitätssicherndes Ersatzsystem durch die verstärkte Nutzung der inneren Evidenz. Der Behandler ist sich dabei der wissenschaftlichen Lücken bewusst und folgt genau deshalb dieser methodischen Richtschnur.

Qualitätssicherung durch
Clinical Reasoning

Clinical Reasoning ist kein rein ärztliches Werkzeug. Es bildet das Fundament aller modernen Gesundheitsfachberufe, darunter der Physiotherapie, Ergotherapie, Pflege und Logopädie. In vielen dieser Berufe arbeitet man oft ohne feste Leitlinien. Auch als Heilpraktiker in der Kooperationspraxis im Klinikum Karlsruhe wende ich dieses Konzept des evidenzinformierten Clinical Reasoning an. Ich nenne es Rationale Osteopathie.

Laut dem 3-Säulen Modell der evidenzbasierten medizin (EbM) ist der Einsatz von Clinical Reasoning zur Überbrückung fehlender Studienlage legitim. In Ermangelung standardisierter Leitlinien müssen klinische Expertise und therapeutische Kommunikation die Entscheidungen über Handlungswege leiten. Diese strukturierte Vorgehen soll verantwortbare Behandlung ermöglichen.

Da Heilpraktiker in Deutschland die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde besitzen und eigenständig Diagnosen stellen und Osteopathie laut ständiger Rechtsprechung eine unteilbare Heilkunde ist, ist eine strukturierte klinische Urteilsbildung für sie zwingend erforderlich.

Was ist Clinical Reasoning?

Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten:
Wenn keine klaren Leitlinien für das Vorgehen bezüglich eines Beschwerdebilds existieren, sollte man sich mittels Hypothesenbildung und Prozessbeonachtung behelfen. Man fragt sich in einem offenen biopsychosizialen Modell, was erscheint schlüssig, angesichts der Tatsache, das solche Sachlagen zu Beginn relativ undurchsichtig sein können, vernetzt, vielschichtich und in sich unterschiedlich bewegt.

Systematische Hypothesenbildung:
Ich kombiniere die aktuellen Erkenntnisse aus medizinischer Forschung und Naturwissenschaften über die Lebenszusammenhänge mit der jahrelangen klinischen Erfahrung. Wo in der aktuellen Praxis standartisierte Ergebnisse aus Studien an ihre Grenzen stoßen, nutze ich die Wissenschaft, die Verlaufsbeurteilung und Ihre Rückmeldung zur engmaschigen Orientierung, um für Sie ein sicheres, nachvollziehbares, in den Ergebnissen abschätzbar und überprüfbares Vorgehen zu ermöglichen.

Präzise Analyse:
In der rationalen Osteopathie dokumentiere ich Beschwerdebilder gemäß dem klassisch medizinischen Untersuchungsgang (nach J. Dahmer), betrachte alles evidenzinformiert nach einem biopsychosozialen Modell und leite daraus eine Behandlungshypothese ab, die ich mit Ihnen bespreche, um gemeinsam das weiter Vorgehen abzusprechen. Sie entscheiden dann, welchen weg Sie gehen wollen.

Systematische Überprüfung:
Jede Behandlungshypothese und therapeutische Intervention wird durch systematisierte Vorher - Nachher- Tests und dokumentierte Verlaufsbeobachtung und gemeinsame Nachbesprechung überprüft.

Hohe Sicherheit:
Dieses nachvollziehbare und überprüfbare Vorgehen mittels Ausschlussverfahren soll vor Fehlbehandlungen, Risiken und Nebenwirkungen schützen und Wahrscheinlichkeiten erwartbar darstellen.

Warum Clinical Reasoning für
Heilpraktiker essentiell ist.

Sorgfaltspflicht und Patientensicherheit:
Die wichtigste Aufgabe beim Clinical Reasoning ist das Ausschließen von Warnsignalen. Heilpraktiker müssen mittels differentialdiagnostischem Denken sofort erkennen, was umgehend in die Hand eines Arztes gehört.

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